Plastikfreie Küche

Neben dem Badezimmer ist wohl die Küche der plastikreichste Raum in fast jedem Haushalt. Neben einigen Einweg-Plastikverpackungen findest du wahrscheinlich reichlich langlebigeres Plastik in deiner Küche. Mir fallen ein: Wasserkocher, Eierkocher, Mixer, Toaster, Kaffeemaschine, teflonbeschichtete Pfannen, „Tupper“-Dosen, Kochbesteck aus Plastik (Pfannenwender, Kochlöffel, Soßenlöffel, Küchenmesser mit Plastikgriff…) und die Liste ließe sich wahrscheinlich noch lange fortsetzen. Meiner Meinung nach, solltest du diese Dinge auch irgendwann ersetzen, aber bis dahin nutze sie so lange es geht. Falls du das nicht möchtest, dann schmeiße sie auf gar keinen Fall weg! Kümmere dich darum, dass sie weiter verwendet werden. Verschenke sie, verkaufe sie weiter oder spende sie an eine soziale Einrichtung. Bei der Neuanschaffung achte nicht nur auf nachhaltige Bestandteile, sondern überlege dir vor allem, ob du es ersetzen musst. Ich besitze weder Eier- noch Wasserkocher, weil mein Induktionskochfeld kleine Mengen Wasser mindestens genauso schnell erhitzt. Vielleicht wirst du auch feststellen, dass du manche Dinge doppelt und dreifach besitzt. Auch hier brauchst du es nicht in diesen Mengen nachkaufen 😉

Die Einweg-Plastikartikel in deiner Küche sind wahrscheinlich: Putz-und Reinigungsmittel aller Art, Strohhalme, Gefrierbeutel, Frischhaltefolie (und Alufolie), aber auch Spültücher-und Schwämme aus Kunststofffasern. Auch hier gilt: Aufbrauchen und dann überlegen was, wie ersetzt werden kann! Putz-und Reinigungsmittel bekommst du in vielen Unverpacktläden und manchmal auch in Bioläden oder Reformhäusern aufgefüllt. Frischhaltefolie kannst du durch Bienenwachstücher ersetzen. Spültücher durch Baumwolltücher, Schwämme durch Spülbürsten aus Holz. Für Strohhalme gibt es ja eine Reihe scheinbar nachhalte Alternativen; Stroh, Apfelreste, Pappe, Bambus, Glas und Edelstahl. Ich finde es ist noch nachhaltiger sie nicht zu ersetzen! Denn wer braucht einen Strohhalm, weil er sonst keine Flüssigkeiten zu sich nehmen kann? Die aller wenigsten Menschen!

Was findest du so an Plastik in deiner Küche? Und was davon kann weg? Schreib mir!

2 Kommentare

  • Leibes Fräulein Jule,
    das sind tolle Anregungen und ich richte schon seit einigen Jahren meinen Haushalt auf plastikfrei ein…aber es geht sehr langsam! Denn da ich auch alles erst einmal „aufbrauchen“ möchte,bevor ich das Teil ersetze, fällt auf,wie langlebig Kunstsoffe sind…
    Wahrscheinlich werden mich einige Teile den Rest meines Lebens begleiten!
    An mancher Stelle fällt es mir auch schwer, Kunststoff zu ersetzen,z.B. bei Aufbewahrung von Aufschnitt versch.Art.
    Wie machst du das? Blechdosen?

    LG, Viola aus Seelscheid

    • Liebe Viola,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Auch ich habe noch etliche Plastikaltlasten im Gebrauch. Für Aufschnitt verwende ich in der Regel Edelstahldosen und für Käse Bienenwachstücher. Denn darin „schwitzt“ der Käse nicht, so wie er es in Kunststoffdosen tut.

      Viele Grüße nach Seelscheid
      Bettina

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